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Vortrag von Andreas Hilger "Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion - der aktuelle Forschungsstand"
14.06.2013, 09:28

Andreas Hilger"Kriegsgefangenschaft - ein vergessenes Thema?" Unter dieser provokanten Überschrift hat Rüdiger Overmans noch 1999 seine Bibliographie zur Kriegsgefangenenforschung - aller Zeiten und Länder - vorgestellt;I der damals verhaltene Optimismus hinsichtlich vergleichender Arbeiten sowie der Integration des Themas Kriegsgefangenschaft gerade in Arbeiten zum Zweiten Weltkrieg erwies sich zumindest in Teilen durchaus als gerechtfertigt.II

Im spezielleren Fall der Geschichte deutscher Kriegsgefangener in der UdSSR liess sich zu diesem Zeitpunkt zugleich ein erstes Fazit der geschichtspolitischen und archivalischen Öffnung in Osteuropa (und in Ostdeutschland) - ab 1989/1990 - ziehen: Viktor Konasov und Aleksandr Kuz'minych haben für dieses - für unser - Thema völlig zu Recht eine ab 1990 "qualitativ neue Ebene der historischen Forschung"III konstatiert. Dies gilt im übrigen auch hinsichtlich der Geschichte von Kriegsgefangenen anderer Nationalitäten in sowjetischem Gewahrsam (u.a. Italiener, Polen, Ungarn, Österreicher, Finnen, Japaner, Freiwillige aus Dänemark, Frankreich),IV mit Blick auf Osteuropa zudem für Deutsche etwa in polnischer Kriegsgefangenschaft,V und schliesslich - das sei nur am Rande erwähnt - für Gefangene des Ersten Weltkriegs in Russland.VI

Bevor ich versuchen möchte, diese neue und aktuelle Forschungslandschaft zu skizzieren, sind einige allgemeine Bemerkungen und Einschränkungen angebracht.

Das Thema selbst beschäftigt heute offenbar vorrangig die deutsche und die russische Forschung; etwaige Arbeiten aus den nicht-russischen Nachfolgestaaten der UdSSR, auf deren Gebiet zahlreiche Gefangenenlager und -arbeitsstätten existierten (z.B. Kazachstan, Belorussland, Ukraine, Armenien, Georgien) sind bzw. waren hierzulande unabhängig von allen zusätzlichen sprachlichen Problemen im Grunde kaum noch nachweisbar. Die mir bislang zugangliche Literatur aus der Ukraine oder Belorussland lässt indes derzeit keine gesonderten, möglicherweise gar national geprägten historiographischen Herangehensweisen erkennen.VII Aufgrund dieser besonderen Problematik ist es natürlich doppelt erfreulich, dass die heutige Konferenz Vertreter aus mehreren Nachfolgestaaten der UdSSR zusammengebracht hat.

Natürlich sind auch Nachweis bzw. Beschaffbarkeit russischer Werke - vor allem der ausserhalb der zentralen Verlage und Zeitschriften erschienenen Schriften - mitunter mit erheblichen Problemen verbunden; umgekehrt gilt dies sicherlich für deutschsprachige Literatur in Russland. Es ist aber vor allem die Sprachbarriere, die auch heute noch, 15 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, eine angemessene Berücksichtigung der Fachliteratur durch eine breite Forschungsgemeinde behindert (z.B. bei Arbeiten zur Politik Adenauers 1955, in der Forschung zu Kriegsverbrecherprozessen; ähnliches gilt im übrigen etwa für die Forschung zur sowjetischen Besatzungszone und Deutschlandpolitik).VIII Zu Übersetzungen aus dem oder ins Russische ist es, soweit ich sehe, bislang so gut wie gar nicht gekommen - kürzlich wurden einige Dokumente zur sowjetischen Repatriierungspolitik ins Deutsche übertragen, aus der Sekundärliteratur sind die frühe Arbeit von Stefan Karner über GUPVI und kriegsgefangene Österreicher sowie Arbeiten und Kooperationen von Nikita Petrov zur Verurteilungsproblematik die Ausnahmen. Diese Ansätze zeigen meines Erachtens den Wert grenzüberschreitender Forschungen und entsprechender Übersetzungen - es steht zu hoffen, dass auf diesem Feld in Zukunft mehr möglich sein wird.

Hier ist schliesslich zugleich der Ort, auf Desiderata russischer Archivpolitik hinzuweisen: Bestände beispielsweise zur antifaschistischen Schulung, Dokumente zur operativen Überwachung und strafrechtlichen Verfolgung oder einzelne Aktengruppen stehen entweder gar nicht oder nur teilweise, nicht regelmässig, oder nur unter erheblichen Einschränkungen, mit grosser Verzögerung und mit kaum noch vertretbarem Aufwand der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zur Verfügung: Das betrifft das ehemalige Parteiarchiv (heute RGASPI) oder das frühere Sonderarchiv (heute RGVA) ebenso wie einzelne Sammlungen des Staatsarchivs (Themensammlungen, Sondermappe Berija, Sekretariat des Ministerrats, Akten des Repatriierungsbevollmächtigten), die Archive des Innenministeriums und des Föderalen Sicherheitsdienstes (MVD und FSB), das Archiv des Aussenministeriums (AVP), das Präsidentenarchiv (APF) und nicht zuletzt das Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums (CAMO).

Dieser Umstand ist umso bedauernswerter, als dass in Moskau zwangsläufig die zentralen Überlieferungen zur Kriegsgefangenenpolitik konzentriert waren und sind; unter anderen Vorzeichen hat beispielsweise der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes so aus Podol'sk Angaben über 32.000 verstorbene Gefangene aus Arbeitsbataillonen, aus dem RGVA Nachrichten über 10.000 Verschollene und vom MVD und seinen regionalen Dependancen Namen von 65.000 verstorbenen Deutschen erhalten. (Diese Zahlen gelten offenbar für Kriegsgefangene und Zivilisten, für Reichs- wie Volksdeutsche).IX

Auf der anderen Seite sind Zusatzbestände, die möglicherweise für wichtige Einzelaspekte ergiebig sein könnten, offenbar noch nicht geprüft, angemessen beschrieben oder umfassend analysiert worden: Hierzu gehören potentielle Fundgruben zum Arbeitseinsatz im Wirtschaftsarchiv (RGAE), Bestände zur Verfolgung von kriegsgefangenen Kriegsverbrechern im GARF (die Akten der Ausserordentlichen Kommission, ČGK), zur Bewachung (RGVA: NKVD-Konvojtruppen) und zur medizinischen Versorgung (das Militärmedizinische Museum Petersburg (Ausnahme: Konasov)). Dieser Befund gilt mehrheitlich auch für Archive der russischen Regionen (inkl. der Straflagerbezirke wie Karaganda oder Vorkuta); deren Wert wird in Arbeiten aus Volgograd, Vologda oder Sibirien durchaus deutlich.

Trotz dieser Probleme ist die Forschung zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen in der UdSSR in den letzten Jahren ein gutes Stück vorangekommen. Rein quantitative Tendenzen lassen sich der bereits erwähnten Bibliographie von Konasov und Kuz'minych entnehmen: Sie verzeichnen in ihrer Gesamtbibliographie bis zum Jahr 2002 888 themenrelevante deutsch- und russischsprachige Arbeiten (ohne Memoiren ehemaliger Gefangener oder Rotarmisten, allerdings einschliesslich diverser Zeitungsartikel, Mehrfachpublikationen und Kleinstbeiträge). Von diesen knapp 900 Veröffentlichungen erschienen fast sieben Achtel in den Jahren ab 1990.X Hier und dort lassen sich sicherlich noch diverse Ergänzungen anbringen (Aus dem NKVD-Archiv; Meyer), und für die Jahre nach 2002 sind natürlich einige Werke nachzutragen (inklusive Quellensammlungen (Vartanov und Zagorul'ko), Monographien resp. Sammelbände (Vsevolodov, Arthur Smith, Erwin Peter, Šarkov, Berdinskich oder Hilger) - diese Ergänzungen ändern aber nichts am Gesamtbild, im Gegenteil: Sie erhöhen nur noch den Anteil der relevanten Publikationen ab 1989/90.

Die bei den beiden russischen Autoren genannten 50 deutschsprachigen Erinnerungen ehemaliger Kriegsgefangener machen übrigens nur einen Bruchteil der in Deutschland publizierten Erinnerungen aus;XI so liessen sich schon im Jahr 2000 mehrere Hundert Publikationen nachweisen. Die Zahl derartiger Veröffentlichungen hat nach rapidem Rückgang ab Mitte der sechziger Jahre in den achtziger, vor allem in den neunziger Jahren wieder merklich zugenommen. Die neueren Memoiren unterscheiden sich dabei in der Masse kaum von dem früheren westdeutschen Schrifttum; da ehemalige Gefangene heute häufiger über ihre alten Lager- oder Strafakten verfügen und dieses Material in die Veröffentlichung integrieren, gewinnen die Berichte mitunter unabhängig von ihrer übrigen inhaltlichen Ergiebigkeit zumindest an dokumentarischem Wert.XII

Doch zurück zur wissenschaftlichen Literatur: Hier fallen dem Beobachter zunächst einmal die sehr umfangreichen, verdienstvollen Dokumentationen russischer Provenienz ins Auge.XIII

Um nur eine herauszugreifen: Auf über 1000 Seiten stellt z.B. der Volgograder Historiker Maksim Zagorul'ko Dokumente zur Organisation der sowjetischen Kriegsgefangenenverwaltung (der UPVI-GUPVI), zur Registrierung und Bewachung von Gefangenen, zu Verpflegung, Unterkunft, medizinischer Versorgung, zur Sterblichkeit und zur Bestattung von Gefangenen, zum Arbeitseinsatz, zur operativen Überwachung und Fahndung nach Kriegsverbrechern sowie zur Repatriierung zusammen. Damit finden zunächst einmal alle derzeit forschungsrelevanten Themen ihre Berücksichtigung. Vollständigkeit können natürlich weder dieser noch ähnliche Bände (hier besonders in der Reihe Russkij archiv. Velikaja Otecestvennaja) beanspruchen. Zudem bleibt die Quellenbasis aufgrund der oben genannten Einschränkungen unvollständig, und einzelne Themen - hier besonders die Strafverfolgung von Kriegsgefangenen und der Blick hinter die Kulissen politischer Schulungen - werden mehr oder weniger nur schwach ausgeleuchtet.

All die Dokumentationen, die zum Teil Gefangene aller Nationalitäten, zum Teil das grösste Kontingent - die Deutschen - behandeln, belegen einmal mehr, dass rumänische, japanische, ungarische oder deutsche Gefangene in Kernfragen der Versorgung, des Arbeitseinsatzes oder der Umerziehung grundsätzlich gleich behandelt wurden. Dabei, auch das ist heute nicht mehr bestreitbar, versuchte die Führung der UdSSR, sich in weiten Teilen grundsätzlich an völkerrechtlichen Standards zu orientieren: Sie führte keinen Rachefeldzug gegen die (deutschen) Kriegsgefangenen.

Die jeweiligen Befehle und Verfügungen des NKVD-MVD stehen indes gerade in Fragen der Verpflegung, der medizinischen Versorgung, hinsichtlich der politischen Schulung oder des Arbeitseinsatzes zunächst einmal nur für den Soll-Zustand: Wiederholte Ermahnungen an Lagerverwaltungen, frühere Befehle auch umzusetzen, können hier nur andeuten, was die Forschung anhand ergänzender Archivalien und Zeitzeugenberichte herausgearbeitet hat: Neben der desastrosen Lage im Land selbst, individuellen Unzulänglichkeiten vor Ort - allein 1946 wurden 30 Prozent (!) der Lagerleiter und ein Viertel ihrer Vertreter abgelöst, rund die Hälfte davon wegen Unfähig- oder FahrlässigkeitXIV - neben diesen Faktoren führte die Konkurrenz unterschiedlicher Zielsetzungen in der Kriegsgefangenenpolitik (v.a. in den Bereichen Arbeit und Gesundheit mit dem letztlichen Vorrang des Arbeitseinsatzes), die mangelhafte Berücksichtigung lokaler Probleme und Möglichkeiten und das Unvermögen Moskaus, vor Ort effektive Hilfestellung zu gewähren, dazu, Leben und Überleben in den Lagern gerade bis 1946/47 immens zu erschweren und zu oft unmöglich zu machen.

In diesem Kontext verdeutlichen die präsentierten - und letztlich alle bislang bekannten - Dokumente schliesslich ein weiteres Problem sowjetischer Akten: Administrative Statistiken, sei es zu Gefangenenzahlen, zu Sterblichkeit und Entlassung oder auch zum Arbeitseinsatz von Gefangenen sind mit immensen Ungenauigkeiten belastet. So sind die offiziellen Angaben über deutsche Kriegsgefangene als absolute Untergrenzen zu verstehen und liegen um mehrere Hunderttausend Gefangene und Verstorbene zu niedrig. Aufstellungen über den Arbeitseinsatz der Gefangenen sind äusserst lückenhaft und mitunter geschönt, was das Kosten-Nutzen-Verhältnis angeht. Parallelüberlieferungen erlauben bislang auch in diesem Bereich nur eine ungefähre Annäherung an die tatsächliche Aufbauleistung der Gefangenen und die materiellen Kosten des Arbeitseinsatzes.

Auf diese Weise zeichnet sich ab, dass jenseits der bereits erarbeiteten verlässlichen Gesamtdimensionen keine punktgenauen statistischen Angaben über das sowjetische Kriegsgefangenenwesen zu erhalten sein werden. Die neueren Schätzungen - bis zu 700.000 Verstorbene (gut über 20 % der Gesamtzahl), im Arbeitseinsatz ein spürbares Defizit von über 2 Milliarden Rubeln - fügen sich in das Gesamtbild der konzeptionellen, organisatorischen, politischen und administrativen Gegebenheiten und Schwerpunkte ein, das heutige historische Analysen von der sowjetischen Kriegsgefangenenpolitik entworfen haben.

Der bereits herausgestellte Moskauer Verzicht auf Rache und Vergeltung war eine Facette offizieller Politik: Der absolute Vorrang, der dem Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen in Kriegswirtschaft und Wiederaufbau vor ihrer Gesundheit, vor Hoffnungen auf eine erfolgreiche Re-education, vor der Gewinnung von - so das offizielle Schlagwort - "Freunden der Sowjetunion", und vor alliierten Absprachen eingeräumt wurde, war eine zweite Determinante. Es waren so auch vor allem wirtschaftliche Gründe, die Moskau dazu verleiteten, deutsche Kriegsgefangene über Ende 1948 hinaus im Lande zu behalten. Dass über 15000 Gefangene auch nach 1949 noch in Lagern der UdSSR einsassen, lässt sich schliesslich vornehmlich auf aussen- resp. sicherheitspolitische Beweggründe zurückführen. Im Zentrum stand hier nicht der Gedanke, sich für spätere Verhandlungen mit der Bundesrepublik ein "Faustpfand" zu erhalten, sondern der Versuch, vermeintliche Kader neuer deutscher Truppen präventiv auszuschalten. Auch darüber besteht gut 15 Jahre nach Öffnung der Archive kein Zweifel mehr.

Auf diese Weise herrscht in der Forschung über die Schwerpunkte sowjetischer Kriegsgefangenenpolitik offensichtlich Einigkeit, und sie verfügt über relativ gute Kenntnisse der Hauptcharakteristika und Grundzüge der Kriegsgefangenschaft Deutscher in der UdSSR; daneben der Graben zwischen Plan und Realität, der viele Lebensbereiche der Lagergesellschaft durchzog, anerkannt.

Schon die einführenden Bemerkungen zur Archivsituation haben aber gezeigt, dass das Thema noch lange nicht ausreichend erforscht ist. Das zeigt sich zum einen daran, dass etwa in einer Grundsatzfrage wie der - komplexen - Definition des Status eines Kriegsgefangenen durch sowjetische Behörden die letzte Klärung sowjetischer Entscheidungsprozesse oder des Zusammenspiels von Armee, NKVD und sowjetischen Apparaten in der sowjetischen Besatzungszone noch aussteht.XV Dieses Beispiel mag stellvertretend für andere Bereiche stehen, in denen wir Befehle und ihre Auswirkungen kennen, potentielle Diskussionen oder Alternativen indes nur mehr oder weniger zwingend vermuten können (z.B. Entscheidungszeitpunkt und explizite Begründung der Verzögerung der Repatriierungen 1948/49).

Im Zusammenhang damit wird die Kompatibilität sowjetischer Massnahmen mit Buchstaben und Geist völkerrechtlicher Vorschriften und alliierter Abmachungen, die eben nicht immer gegeben war, noch weiter zu diskutieren sein (z.B. Arbeitseinsatz von Offizieren, Repatriierung nach Kriegsende, Benachrichtigungen von Angehörigen). Die Bewertung dieser Fragen wird mitunter durch die komplexe, historische Mehrfachrolle der UdSSR - als Opfer, Sieger und, verkürzt, Stalinstaat - erschwert; dasselbe gilt, noch deutlicher, auch für den Komplex der stalinistischen Praxis der Verfolgung von nationalsozialistischen Kriegs- und Gewaltverbrechern unter den Kriegsgefangenen.

Insgesamt lassen sich weitere deutliche Lücken der Forschung aufzählen. Im Verbund mit Anregungen aus Nachbarfeldern wie etwa der Gulag-Historiographie oder aus der Forschung zur Geschichte sowjetischer Kriegsgefangener in deutschem Gewahrsam ergeben sich so jenseits aller erforderlichen Abrundungen, Ergänzungen und sicherlich auch im Detail notwendigen Korrekturen im Gesamtbild (vgl. u.a. Überstellungen von Gefangenen an Polen, die Tschechoslowakei, Behandlung/Repatriierung von Gefangenen 1945 in Deutschland, oder, bislang gänzlich unbeachtet, Überstellungen aus Finnland an die UdSSR) Problemfelder, die ich im Folgenden kurz benennen möchte. Mir ist dabei bewusst, dass es sich bei der absehbaren Quellensituation - inklusive z.B. fehlender Zeitzeugenaussagen bestimmter Gruppen - hier zum Teil auch um Idealvorstellungen handelt, die eventuell kaum zu realisieren sind. Die folgenden Bemerkungen plädieren in ihrer Gesamtheit für die Ausschöpfung der Möglichkeiten und Chancen eines multidimensionalen Zugangs zur Kriegsgefangenengeschichte, die in Einklang mit der weiten Erlebniswelt von Gefangenen und mit der vielschichtigen Bedeutung des Themas für Gewahrsamsmacht wie Heimatland enge disziplinäre Grenzen überwinden und auflösen.

Zu den gänzlich ungeklärten Aspekten des Themas zählt das Schicksal weiblicher Kriegsgefangener, die sich beispielsweise aus Rot-Kreuz-Schwestern oder Nachrichtenhelferinnen rekrutierten und die sich wohl im Heer internierter und deportierter Frauen verloren. Zu den weiteren, direkt gefangenschaftsbezogenen Desiderata zählt der Umgang sowjetischer Partisanenverbände mit ihren Kriegsgefangenen: Einzelne Zeugnisse deuten auf die Übergabe von Gefangenen an die Rote Armee als eine Möglichkeit hin - neben ebenso überlieferten Erschiessungen -, ohne dass wir über Hintergründe und Organisation, die Repräsentativität derartiger Meldungen oder auch nur über Gefangenenzahlen unterrichtet waren. In diesem Kontext ist zugleich auf andere, bislang weniger beachtete, aber relevante Organisationen und Apparate, die Kriegsgefangene dauerhaft in ihrem Gewahrsam hatten, hinzuweisen: So nutzten die Sonderarbeitsbataillone des Ministeriums der Streitkräfte ab September 1945 zum Teil weit über 100.000 westliche bzw. deutsche Gefangene für die unterschiedlichsten Arbeiten; die Belegungen gingen hier ab 1947 kontinuierlich zurück und pendelten sich 1948/49 bei 5-7000 Gefangenen ein.XVI Daneben wurden Gefangene in bislang unbekannter Zahl einzelnen Bauverwaltungen des NKVD-MVD überstellt, u.a. dem Fern- oder Wasserstrassenbau oder der Holzwirtschaft. Während das Leben im Gulag zumindest durch Erinnerungen geschildert und in der Forschung thematisiert wurde, liegen die übrigen MVD-Verwaltungen bislang im Dunkeln.

Parellel dazu waren Fallstudien zum Arbeitseinsatz in ausgewählten Wirtschaftszweigen - etwa der Kohleindustrie - wünschenswert, um genauere Einblicke in die innere Organisation oder in den tatsächlich fühlbaren Stellenwert der Gefangenenarbeit für einzelne Wirtschaftszweige und Grossunternehmen zu erhalten. Die Ausleuchtung der zahlreichen Arbeitseinsätze für MVD-Unternehmungen selbst wiederum könnte Mechanismen der Arbeitskräfteverteilung deutlicher werden lassen und über diesen Hebel zur Aufklärung bürokratischer und interministerieller Machtstrukturen im (Spät-)Stalinismus beitragen.

Ein weiteres mehr oder weniger offenes Feld stellen zusätzliche, und vor allem erweiterte Fallstudien aus verschiedenen Bezirken und Gebieten der UdSSR dar: Nur diese können über regionale Besonderheiten im Rahmen der Kriegsgefangenenbehandlung Auskunft geben, lokale Probleme oder Abweichungen ausloten und damit unionsweite wie örtlich beschränkte Umsetzungsschwierigkeiten deutlicher benennen. Auf unterer Ebene liessen sich zudem beispielhaft konkrete Erkenntnisse etwa zum Lagerpersonal sowie zum ggf. situations- und ortsabhängigen Verhalten von Zivilisten und Funktionären gegenüber Kriegsgefangenen (und umgekehrt) gewinnen.

Als anderes Beispiel für die notwendige und nutzbringende Verflechtung der Kriegsgefangenenforschung mit der allgemeinen Analyse von Apparaten, Funktionsweisen und Gesellschaften des Stalinismus sei auf die politische Schulung mit der Vielzahl beteiligter Stellen - einschliesslich der Komintern und ihrer Nachfolgeeinrichtungen - sowie der weiten Aufgabenfelder - bis hin zur Anwerbung von Perspektivagenten - verwiesen. Gerade für NKFD und BDO lässt sich indes ein eher ruckläufiges Forschungsinteresse verzeichnen: Das mag zum Teil an der bereits erwähnten schwierigen Aktenlage liegen, hängt aber offenbar auch mit der Auflösung innerdeutscher Fronten hinsichtlich Motivation und Tätigkeit von NKFD und BDO zusammen.

Insgesamt erfordert die Gesamtintegration der Behandlung deutscher Kriegsgefangener in die sowjetische Geschichte sicherlich eine genauere Verortung der deutschen Kriegsgefangenen innerhalb aller sowjetischen Lagersysteme mit ihrer internationalen Belegung - die komparatistische Untersuchung der UdSSR als Gewahrsamsmacht von (Kriegs-)Gefangenen vieler Nationen steht trotz vieler guter Vorsätze erst am Anfang und könnte sich in einem ersten Schritt evt. auf vergleichende Studien zu Wehrmachtangehörigen aller Couleur konzentrieren.

Aus anderer Perspektive lässt sich der Fragenkatalog um Wünsche nach einer differenzierteren Herausarbeitung deutscher Mentalitäten ergänzen. Hier liesse sich an Untersuchungen über Leben, Überleben und Erfahrungen einzelner, durch Jahrgang oder sozialen Status definierte Gefangenengruppen denken, die ergänzende Einblicke in Bewusstsein, Überlebensstrategien und Lebensentwürfe bestimmter Wehrmachts- und Heimkehrerkreise geben. Die dann nur folgerichtige Erweiterung der Kriegsgefangenengeschichte um die Analyse von Heimkehrererfahrungen ist ja schon in unterschiedlichen Kontexten versucht worden: Mehr oder weniger sporadisch ging es hier u.a. um neue Militärkarrieren in der westdeutschen Bundeswehr oder andere, kontinuierliche Verwendungen für die Westmächte (Walther Schreiber), um die Nutzung der Heimkehrer als Geheimdienstquellen, um die politische und soziale Integration in die neu entstehenden bzw. entstandenen deutschen Staaten, um Langzeitwirkungen der politischen Schulungen unter Ost- und Westheimkehrern sowie, in mentalitäts- und geschlechtergeschichtlich orientierten Vergleichen, um den Umgang west- und ostdeutscher Gesellschaften mit besiegten und, so die Grundannahme, "entmannten" Heimkehrern. Entsprechende biographische Einzelstudien mögen über die jeweilige Person hinaus Erfahrungen und gruppenabhängige Auswirkungen einer Gefangenschaft in der UdSSR exemplifizieren (etwa Arbeiten zu Paulus, von Seydlitz) - oder die Gefangenschaft als Mosaikstein in ungewöhnlichen, gesellschaftsgeschichtlich relevanten, Lebensverläufen aufzeigen (Baronin von X.). Für derartige Unternehmungen wäre dann auf die mitunter recht umfangreiche Kriegsgefangenenpost zurückzugreifen. Sie befindet sich naturgemäss - leider (?) - in der Regel in Privatbesitz; einzelne Abdrücke durch ehemalige Gefangene und eine aktuelle Auswertung von Erwin Peter zeigen, dass sich aus ihr trotz Zensur und Kartenknappheit doch weitergehende Aufschlüsse gewinnen lassen können.

Der Wunsch nach multidimensionaler Einbettung der Geschichte deutscher Kriegsgefangener in der UdSSR gilt schliesslich auch für das Thema der strafrechtlichen Verfolgung, das in den letzten Jahren ein besonders ausgiebig bearbeitetes Forschungsfeld darstellt. Die Verurteilungen von rund 34.000 deutschen und mehreren tausend nicht-deutschen Kriegsgefangenen lässt sich natürlich nicht losgelöst von Kriegs- und Gewaltverbrechen gegen die UdSSR, aber eben auch nicht unabhängig von spezifischen Funktionsweisen und Instrumentalisierungen der stalinistischen Justiz sehen. Während der zweitgenannte Aspekt heute weitgehend offen liegt, steht, soweit ich sehe, die - mit Vorsicht vorzunehmende - Integration der entsprechenden Quellen und Analysen in die Forschungen zu Holocaust oder Besatzungspolitik in weiten Teilen noch aus.XVII

Die mit diesem Gesamtaspekt eng verbundene Repatriierungspolitik schliesslich, über die wir gerade mit Blick auf die 50er Jahre recht gut informiert sind, verweist durch ihre auffälligen nationalen Besonderheiten mitsamt der zahlreichen innen- wie aussenpolitischen Orientierungspunkte in der UdSSR wie in den deutschen Staaten auf die Bedeutung grenzüberschreitender Perspektiven und komparativer Darstellungen in der gesamten Kriegsgefangenengeschichte zurück.

Als Fazit lassen sich in der Erforschung der Geschichte deutscher Kriegsgefangener in der UdSSR seit Ende der 80er Jahre bedeutende Fortschritte konstatieren. Der insgesamt erzielte Erkenntnisgewinn macht allerdings forschungspolitisch bedingte oder quellenabhängige Lücken umso schmerzhafter bewusst. Daher kann das neu gewonnene Wissen, das hier in Kernpunkten angedeutet wurde, nur als Basis weiterer Forschungen verstanden werden. Sie lassen sich, wie in den Beispielen erläutert, gewinnbringend mit zahlreichen Fragestellungen und Perspektiven verknüpfen, die nur auf den ersten Blick ausserhalb einer dann eng verstandenen Kriegsgefangenen- resp. Militärgeschichte liegen. Der hier vorgeschlagene multidimensionale Zugang zur Geschichte deutscher Gefangener in der UdSSR spiegelt nicht nur die komplexe Verankerung des Themas in den deutsch-sowjetischen Beziehungen wider, sondern wird auch der biographischen Vielfalt, der zahlreichen Unterschiede in Erfahrungs- und Erlebniswelt der Gefangenen gerecht, die eben keine graue Masse hinter Stacheldraht waren.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.


Relevante Literatur in Auswahl

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I So der Titel des bibliographischen Essays in: Günter Bischof u.a. (Hrsg.), Kriegsgefangenschaft im Zweiten Weltkrieg. Eine vergleichende Perspektive, Ternitz-Pottschach 1999, S. 429-468. Vgl. auch ders., Ein Silberstreif am Forschungshorizont? Veröffentlichungen zur Geschichte der Kriegsgefangenschaft, in: Ders. (Hrsg.), In der Hand des Feindes. Kriegsgefangenschaft von der Antike bis zum Zweiten Weltkrieg, Köln 1999, S. 483-551.
II Vgl. die Themenschwerpunkte der ausstehenden Bände von: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg"; Bob Moore u.a. (Hrsg.), 2005.
III Viktor B. Konasov/Aleksandr L. Kuz'minych, Nemeckie voennoplennye v SSSR: istoriografija, bibliografija, spravocno-ponjatijnyj apparat, Vologda 2002, S. 31.
IV Italien; Polen; Ungarn; Österreicher; Finnen; Japaner, sowie diverse Freiwillige aus Dänemark oder Frankreich.
V Kochanowski.
VI Hannes Leidinger und Verena Moritz, Gefangenschaft, Revolution, Heimkehr. Die Bedeutung der Kriegsgefangenenproblematik für die Geschichte des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa 1917-1920, Wien 2003; Reinhard Nachtigal, Russland und seine österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen (1914-1918), Remshalden 2003; Alon Rachamimov, POWs and the Great War. Captivity on the Eastern Front, New York 2002; Georg Wurzer, Die Kriegsgefangenen in Russland im Ersten Weltkrieg, Tübingen 2000; Y. Yanikdag, Ottoman Prisoners of War in Russia, 1914-22, in: JCH, 34 (1999), S. 69-86.
VII Sarkov; Kyivskyj proces; Černoglazova/Žumar'
VIII Borchard.
IX Klaus Mittermaier, Vermisst wird ... Die Arbeit des deutschen Suchdienstes, Berlin 2002, S. 84-89.
X Konasov/Kuz'minych, Nemeckie voennoplennye, S. 101 ff.
XI Vgl. Andreas Hilger, Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion. Kriegsgefangenenpolitik, Lageralltag und Erinnerung, Essen 2000, S. 30-45.
XII Z.B. Gerhard Nieckau, Im Gulag. Aus der Kriegsgefangenschaft ins sowjetische Arbeitslager, Hamburg 2003; Hajo Herrmann, Als die Jagd zu Ende war. Mein Flug in die sowjetische Gefangenschaft, 8. Aufl. München 2003.
XIII Bugaj zur Repatriierung; Zagorul'ko/Vartanov; entsprechende Anhänge bei Konasov/Vsevolodov.
XIV Sidorov, Trud, S. 227.
XV Zu Verhaftungen und Kategorisierungen ab 1945 vgl. Sergej Mironenko u.a. (Hrsg.), Sowjetische Speziallager in Deutschland 1945 bis 1950, 2 Bände, Berlin 1998.
XVI Hilger, Kriegsgefangene, S. 393-395.
XVII Angeregt von Prusin

Kategorie: Veranstaltungen | Hinzugefügt von: Anatoli
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